Du bist, was du isst!

Mein erster Blog-Bericht. Wie aufregend! ;-)

Es gibt ein Thema, das mir schon seit einiger Zeit auf der Seele brennt und worüber ich unbedingt sprechen möchte. Es geht ums Essen. Ich liebe essen, das mal vorab!!

Aber ich habe mir mal Gedanken darüber gemacht, was wir so täglich in uns hineinschieben und was danach damit passiert. Denn im Prinzip ist das "In den Mund stecken" und schmecken ja nur der Anfang von einer Kette, die durch die Nahrungsaufnahme in Gang gesetzt wird. 

Was aber macht das Essen mit uns? Wenn man sich überlegt, dass die kleinste Menge an Medikamten unser Leben retten oder auch zerstören kann, dann muss die Nahrung, die wir manchmal im Überfluss "inhalieren" doch auch Einfluss auf unseren Körper und die Psyche haben.

Ich habe es bemerkt. Es stimmt. Du bist, was du isst...

Ich war 8 Jahre Vegetarierin. Ich war eisern und konsequent. Warum? Weil ich beim Gedanken daran, dass für mein labberiges Stück Fleisch auf dem Teller ein Tier gequält und ermordet wurde, kotzen musste. Ich habe Reportagen über Tiertransporte gesehen. Ich habe einen Bericht über die Vergasung männlicher Küken gesehen. NIE WIEDER!, sagte ich mir. "Ich kann zwar die Welt nicht retten, aber ich kann meinen kleinen Teil dazu beitragen!", habe ich jedes Mal geantwortet, wenn mich jemand fragte, was ich mir von meinem Verzicht verspreche. In den ersten 5 Jahren des Fleischverzichts habe ich fast 10 kg abgenommen. Einfach so. Ob es wirklich daran lag oder ob es andere Auslöser gab, das kann ich nicht beantworten.

Und jetzt erzähle ich Euch, warum ich in der Vergangenheit spreche. Ich habe mir ausgerechnet, dass ich ungefähr 1000 Tiere durch meinen Fleischverzicht in der Zeit "gerettet" habe. 1000 Tiere fand ich super. Dann bot mir mein Arbeitskollege, Hobbyjäger, plötzlich selbst geschossene Hirschsalami an. "Mehr Bio geht nicht!", sagte er. Das glaubte ich ihm. Ich kaufte ihm eine Salami ab. Nachdem sie Tage unberührt bei mir lag und mich jedes Mal das Gefühl von Verrat überfiel, als ich sie ansah, aß ich letztendlich ein MINIStück davon. Den Rest verschenkte ich. Es ist auch extrem bescheuert, als Vegetarierin ausgrechnet in der Schwangerschaft SALAMI essen zu wollen. Wo doch gerade da jeder Arzt davon abrät. Lange Rede kurzer Sinn: Ich wurde nach und nach schwächer. Quasi rückfällig. Seit dem weiß ich: als Vegetarier bin ich auch nur trockener Fleischesser. Mein Mann sagt immer: "Dafür haben wir Eckzähne!  Pflanzenfresser haben keine Eckzähne!" Ich habe, als mein Sohn dann auf der Welt war, für uns entschlossen: Es wird Fleisch gegessen. Ich erziehe meinen Sohn nicht als Vegetarier. Aber wir kaufen ausschließlich beim Schlachter meines Vertrauens.

Was aber, wenn der Schlachter geschlossen hat, die Leberwurst aber alle ist? Wenn wir Besuch zum Grillen eingeladen haben? "Ach komm, ein Mal im Discounter schadet nicht! Bei der hübschen Verpackung kann es doch gar nicht sein, dass die Tiere Qualen leiden mussten!", versuchte ich mich vor mir selbst zu rechtfertigen. Ich aß die Wurst - und sie schmeckte. Klar, sind ja genügend Geschmacksverstärker drin, inklusive Fett. Ich aß meine Wurst und die Reste, die mein Sohn übrig gelassen hat. Und ich aß später den Rest aus dem Kühlschrank. Wie bescheuert machte ich mich über das Fleisch her. Ich vermute, dass in diesem Fleisch, wie in Chips, auch noch Suchtstoffe drin sind.

Und was war nach diesem, ich nenne es mal "Rausch"?? Ich fühlte mich schlecht. Ich war antriebslos, schlapp und depressiv. Ich hatte auch am nächsten Tag noch schlechte Laune und war pampig. Motze rum. Auf Deutsch gesagt: Ich wurde regelrecht zum Schwein. Davon hatte ich ja auch genug in mich hineingestopft... Ein Gefühl, das ich all die Jahre als Vegetarierin nie hatte. Was hatte das billige, wahrscheinlich mit Medikamenten verseuchte Fleisch mit mir gemacht?

Du bist, was du isst! - ging mir durch den Kopf. Wahrlich.

Dass ich psychisch UND körperlich so auf Fleisch reagieren würde, war mir neu und hätte ich nicht für möglich gehalten. Es erschreckt mich!

Mein Appell an Euch: Achtet mal drauf, wie es Euch geht, nachdem ihr Fleisch konsumiert habt und ob es einen Unterschied macht, ob ihr Billig- oder Biofleisch esst. Es würde mich wirklich interessieren, ob es Euch ähnlich geht wie mir.

Ich für meinen Teil habe wieder mal draus gelernt. Mein "Ausrutscher" ist ein paar Wochen her und ich war seit dem wieder konsequent. Fleisch nur in absoluten Maßen und ausschließlich vom Schlachter hier im Ort. Mein Gewissen ist wieder rein und das arme Schwein ist längst...... wo auch immer. ;-)

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Kommentare: 13
  • #1

    Sarah (Dienstag, 20 Oktober 2015 16:40)

    Ich bin weder Vegetarier noch Veganer, was aber nicht daran liegt das ich die Umwelt bzw. Tierwelt nicht schätze, sondern daran das ich einfach kein disziplinierter Mensch bin und viel zu gerne uneingeschränkt esse. Ich versuche (mittlerweile) bei allen tierischen Produkten darauf zu achten wo und was ich kaufe. Zum Beispiel Freilandeier, nicht die Billigmilch, kein Discounter Fleisch usw. Aber sind wir mal ehrlich, ich beruhige so nur mein Gewissen, denn wer garantiert mir das die Arla Weide Milch auch wirklich von "glücklichen" Kühen stammt die mindestens 150 Tage Weidegang im Jahr haben (was übrigens noch immer zu wenig ist)? Wer garantiert mir, das die Hühner aus Freilandhaltung "glücklich" leben und keine Medikamente bekommen haben? Keiner, aber mein Gewissen ist beruhigt... Wenn ich wirklich das durchziehen wollen würde, würde ich direkt beim Bauern Eier kaufen oder Milch. Aber das mach ich nicht, weil es so viel bequemer ist.
    Ich kann nur behaupten das ich es versuche

  • #2

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