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Wenn Hochsensible reisen

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Glückselige Melancholie

"In mir herrscht eine glückselige Melancholie", sagte kürzlich ein hochsensibler Mitmensch und alle um ihn herum nickten wissend und dankbar für diese wunderschöne Beschreibung.

Ja, das trifft es wirklich gut. Lange ist mir dieser Begriff nicht aus dem Kopf gegangen und wie schön, dass ich ihn nun in mir tragen darf. Es passt so gut und hat nichts mit einer manischen Depression zu tun.

Ich bin häufig tatsächlich regelrecht glückselig... ich glaube, andere verwenden den Begriff "flow" dafür. Haben Nicht-Hochsensible dieses Gefühl auch in der ausgeprägten Form? Ich weiß es nicht und werde es vielleicht nie erfahren.

Diese glückseligen Zustände kommen  häufig dann, wenn ich sie am wenigsten erwarte.  Und, da es derjenige, der "da oben" die Fäden zieht, gut mit mir meint, wenn ich sie am meisten brauche.

Seitdem ich meine Sensibilität kenne, lebe ich besser. Ich lebe bewusster. Ich bin weniger verwirrt sondern mehr erstaunt. Erstaunt von mir, vom Leben und vom Schicksal. Diese Verwirrung war früher lähmend. Wieso denke ich so komisch? Wieso passt mir das jetzt nicht? Wieso bin ich die einzige, die gerade weint? Wieso wieso wieso? Heute kenne ich die Antwort. "Ist ja klar, dass mir das jetzt nicht passt!", sage ich stattdessen und empfinde Mitgefühl für mich anstatt Ablehnung. Und ich beobachte interessiert meinen Körper, meine Gefühle und meine Gedanken. Das hilft.

Melancholisch? Bin ich immer noch. Wie könnte ich auch anders, bei dem Leid dieser Welt. Wenig Schlaf... Hormonänderungen...uhhh, Vorsicht Mitmenschen, hier kommt Frau Melancholie in Person! Und ich möchte es nicht anders. Immer auf eine Linie tanzen? Nein. Nichts für mich. Auch wenn Melancholie manchmal schmerzt, so ist sie doch irgendwie schön. Sie ist so stark... so echt. Man kann sie spüren. Sie ist stumm und doch so lebendig.

Ich möchte von einem Erlebnis schreiben, denn ich danke dem Himmel, dass es hochsensible Menschen gibt. Es gibt Menschen, die sind innerhalb von Sekunden in der Lage, unsere leeren Energietanker komplett zu füllen. Sie sind ein Geschenk für diese Welt und ich glaube, dass den meisten dies nicht bewusst ist. Nennt man das Aura? Ausstrahlung?

Ich bin kürzlich einer Frau begegnet, bei der war das so. Ich musste ihr etwas in den Briefkasten werfen und war unfassbar gestresst in dem Moment. Ich war viel zu warm angezogen, die Sonne stand extrem tief zu der Uhrzeit und alles befand sich im Wochenendeinkaufsstress. Die Menschen um mich herum trugen die gleiche schlechte Laune in sich wie ich. Es war einfach nur ätzend, ich war entkräftet und müde und ärgerte mich über mich selbst, dass ich zu geizig war, die Umschläge mit der Post zu versenden. Nun stand ich da an diesem Briefkasten und plötzlich ging die Tür auf. Eigentlich wollte ich keiner Menschenseele begegnen, denn ich war überreizt und nicht in der Stimmung für Smalltalk. Aber was dann passierte, war magisch. Die Frau sah mich, fing an zu lächeln und nahm mich in den Arm. Total vertraut, obwohl wir uns kaum kennen. "Ich hab' leider überhaupt keine Zeit!", sagte sie freundlich, "ich bin gerade auf dem Sprung!". "Ich auch nicht!", antwortete ich und wir lachten. Mein Sohn und mein Mann warteten im Auto. Ich überreichte ihr den Umschlag, wir tauschten verständnisvolle Blicke aus, verabschiedeten uns und schon war die Situation vorbei. Es war so kurz, aber was blieb? Freude, Kraft und Dankbarkeit. Ich rannte zurück zum Auto, obwohl ich hätte gehen können. Ich war plötzlich so voller Energie. Was ist nur passiert??

Zwei Seelen sind sich begegnet............ Das ist passiert. Wir brauchten keine großen Worte. Die kurze Begegnung genügte.

Dafür liebe ich meine feinen Antennen. Und den dankbaren Umstand, dass ich durch die Workshops und Vorträge unfassbar viele sensible Menschen kennen lerne. So lange habe ich nach Gleichgesinnten gesucht. Jetzt sind sie häufig um mich herum und zeigen mir durch ihre feinfühlige, tiefsinnige, GLÜCKSELIGE, MELANCHOLISCHE  Art, wie wertvoll wir sind und wie lebenswert das hiesige Dasein ist. Danke.

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Woher kommt eigentlich das Glück?

Das ist eine Frage, die mich vor kurzem am Einschlafen gehindert hat. Kommt es zu mir oder gehe ich zu ihm? Ich weiß es nicht, Fakt ist aber, dass ich es immer häufiger finde!

Ich frage mich z.B., wieso ich auf einmal so unfassbar tollen Menschen begegne! Ich habe ja schon immer einen Faible für einen bestimmten Schlag Mensch (ich vermute, den Sensiblen!) gehabt. Aber in den letzten... sagen wir mal 2 Jahren, sind mir davon ganz besonders viele und ganz besonders liebe begegnet. "Wir finden uns!" - sage ich ganz salopp und eher unbedacht. Aber wenn ich darüber nachdenken, scheint es mir wirklich so zu sein.

Je klarer und älter ich werde, desto stärker ist die "magnetische Anziehungskraft" Gleichgesinnter. Seit dem ich weiß, wer ich bin und was meine Lebensziele beinhalten, treffe ich auf Menschen, die ähnlich denken wie ich und die mir einfach gut tun. Aber wo waren sie vorher??! Ich hätte einige von Euch wirklich schon früher gebrauchen können! ;-) Ich vermute, euch ging es wie mir: Auch ihr wusstet lange nicht, wer ihr wirklich seid. Oder ich konnte euch nicht sehen, weil ich das Sehen erst lernen musste. In mein Herz zu sehen und in das der anderen... diese Gabe ist uns Sensiblen zuteil, aber wenn wir das nicht wissen, dann wenden wir das auch nicht an.

Oft bin ich Menschen "verfallen", die ich einfach cool fand. Ich hab kurz mitgezogen und bin dann recht schnell ziemlich hart auf den Boden der Tatsachen geprallt. Heute bin ich in der Lage, die Coolen anzulächeln und ihnen viel Glück auf ihrem Weg zu wünschen - während ich bewusst an ihren vorbei gehe. Das spart Zeit! :-) Zeit für das, was mir wirklich gut tut. Gute Menschen. Ehrliche Menschen. Tiefgründige Menschen. Lebensfrohe Menschen.

 

Ich bin einer Dame so unfassbar dankbar, dass sie mich vor einigen Jahren auf das Thema der Hochsensibilität gebracht hat. Hätte sie diesen Gedanken nie geäußert, wäre ich vielleicht immer noch da, wo ich vorher war und würde an der falschen Stelle mein Glück suchen. Heute weiß ich natürlich, dass das Glück allein in mir selbst ruht. Man muss es nur zulassen.

"Ich mach mein Herz auf und lass' Leben rein!", sagt Julia Engelmann. Und erst seit einiger Zeit weiß ich, was sie meint. 

Danke, ihr vielen lieben Menschen, dass ihr mich in euer Herz lasst. Am liebsten würde ich sie aufzählen, aber ich denke, dass es einigen von ihnen unangenehm wäre. Ich weiß aber, dass ihr spürt, dass ich euch meine, wenn ihr dies lesen solltet. Habe euch von Herzen lieb. :-*

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Der fiese Schweinehund.

"Mach dich nicht zum Opfer - sondern beweg deinen A****!" - ist ein zentrales Statement aus meinem Vortrag. Wer dort war, kann sich vielleicht an die schöne Folie der Präsentation erinnern. :-) Ich stehe zu 100% hinter dieser Aussage. Nur so kann man hochsensibel-glücklich-entspannt durchs Leben gehen. Ich möchte gern, bezugnehmend auf diesen Gedankengang, erzählen, was ich gestern Beflügelndes erlebt habe. Ich bin immer noch ganz beseelt, wenn ich an den Tag gestern denke, denn es war schlicht und einfach schön.

Jeder, der mich persönlich kennt, weiß, dass ich eine Menge zu tun habe. Eigentlich ist das ein Dauerzustand aber Stillstand ist einfach nicht meine Welt. Ich habe 4 ungelesene Bücher vor mir liegen, eines hat 850, eines 500 Seiten.  Die anderen sind zum Glück "normal"-dick. Alles Fachbücher - 2 davon über Hochsensibilität, die ich noch durch"arbeiten", also nicht nur lesen, möchte. Die anderen beiden sind aber genauso wichtig, weil sie mein Privatleben betreffen und eventuell Antworten auf eine Frage geben, die schon längst niederschmetternd beantwortet schien, nun jedoch neue, berechtigte Hoffnung aufkeimen lässt.

Genau eines der Bücher liegt übrigens auch gerade neben mir und schreit "lies' mich! Hör' auf zu tippen und lies' mich!" Ich ignoriere es. Man sagt übrigens, dass auch diese Eigenschaft zu Hochsensibilität gehört: Also dass man, wenn man bei einem Thema Blut geleckt hat, IMMER SOFORT alles darüber wissen will und sich darin nicht selten regelrecht verliert. Das aber nur am Rande. Es soll hier ja keine Lehrstunde werden. :-)

Also, zurück zu gestern. Mein innerer Schweinehund sagte mir, als ich, nachdem ich um 23:45 Uhr von der Arbeit nach Hause kam und um nachts um 1 im Bett lag: "Verdammt, in 5 Stunden ist die Nacht vorbei, um 12:30 Uhr ist der Trainer-Termin im Fitness-Studio, um 14 Uhr bist du in der Kletterhalle verabredet, um 16:15 Uhr sollte spätestens das Kind aus der KiTa abgeholt werden und um 20:30 Uhr musst du zum Nachtdienst.  An den Berg Wäsche, der noch sortiert und gewaschen werden will, möchte ich gar nicht erst denken. WIE um alles in der Welt soll ich das schaffen und vor allem den Nachtdienst überstehen? Trainer-Termin absagen? Ich hatte ihn bereits verschoben und wartete seit 2 Wochen darauf. Klettern absagen? Das ist eh immer so anstrengend und ein Mal Sport am Tag ist ja wohl mehr als genug. Hm." Mit diesen unerledigten Gedanken schlief ich dann endlich ein und wachte ein paar Stunden später wieder auf, als mir das Babyfon verriet, dass noch jemand anderes Elementares wach ist...

Zum Glück liebt mein Sohn seine kleine KiTa und kletterte auf den Schoß seiner Erzieherin und kuschelte sich herzallerliebst an sie, als ich ihn dort "abgab". Da geht einem ja das Herz auf, wenn man so etwas sieht. Einen Moment verweilen, das Bild genießen und wieder heim. Weiter geht's.... Mit dem Telefon in der Hand rannte ich durchs Haus. Irgendjemandem musste ich ja absagen, riet mir mein Schweinehund. Aber wem? Ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Hochsensibel fachsimpelte ich vor mich hin, wer am wenigsten angepisst sein würde. Am Ende entschied ich mich für ...  die Wäsche. Die musste ich zum Glück nicht anrufen sondern konnte sie auch so links liegen lassen. "Vorschlafen" für den Nachtdienst hieß die nächste Devise.

Nach dem 2. Aufstehen an diesem Tag packte ich meine Sachen und fuhr ins Fitness-Studio. Immer noch im Kopf "ach komm, sag dem Trainer ab und fahr stattdessen einfach zum Bäcker um zu frühstücken!", geriet ich in den Stau auf der A 1, die ich ein paar Kilometer fahren musste. "Das ist ein Zeichen, sag' den bescheuerten Termin einfach ab!", säuselte mir mein grunzendes Haustier ins Ohr. Also griff' ich zum Handy (natürlich mit Freisprecheinrichtung ;-) ), rief im Fitness-Studio an und kündigte meine Verspätung an. "Haha, verarscht!", antwortete ich dem Schweinehund, der sich bereits triumphierend die Hände rieb. Jetzt drehe ich bestimmt nicht wieder um. Ziemlich abgehetzt kam ich dann endlich im Fitness-Studio an.

KEINE BEGEGNUNG ist zufällig. "Mein" Trainer kam auf mich zu und durch seine unfassbar freundliche und offene Art war mein Stress bereits vergessen. "Schön, dass du da bist. Erzähl', was kann ich für dich tun?" Allein diese Worte waren den Aufwand wert. Aber es ging noch weiter. Ich erklärte ihm mein Anliegen und wir erarbeiteten gemeinsam eine Lösung. Es war sehr konstruktiv. Plötzlich fragte er mich, was ich denn beruflich mache. Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich bei der Polizei sei. Da fiel ihm die Kinnlade herunter. "Also, das hätte ich nun nicht gedacht. Ich war mir sicher, dass du irgendetwas in Richtung Coaching machst, oder Psychologie oder so. Das passt voll zu dir. Du hast so eine bestimmte Ausstrahlung." Da fiel mir dann kurz die Kinnlade herunter. In dem Moment musste ich natürlich zugeben, dass ich nebenberuflich beratend tätig bin. Da ich mich nie aufdrängen möchte, redete ich um den heißen Brei. Dass ich Vorträge zu einem "bestimmten Thema" abhalten würde, dass man mich für Gruppencoachings z.B. in Unternehmen buchen könne und dass sich "mein Thema" zum Teil auch um Kinder dreht. "Was genau ist denn "dein" Thema?", fragte er ehrlich interessiert. "Hochsensibilität. Sagt dir wahrscheinlich nichts!", lächelte ich verunsichert. Ich mag diese Frage nicht. Obwohl ich voll dahinter stehe, hab ich es doch lieber, wenn jemand das Thema bereits kennt und weiß, dass das eben nicht unbedingt mit Emotionalität zu tun hat. Ich wollte den Fokus aber nicht auf mich lenken und wenn ich erstmal anfange zu erzählen, was es mit der HS auf sich hat, bin ich nicht mehr zu bremsen. Zu meiner absoluten Bewunderung antwortete er jedoch: "Klar! High-sensitive-Person!" Wieder fiel mir die Kinnlade herunter. Und es kam noch besser. Er strahlte und erzählte: "Erst gestern habe ich mich mit meiner Freundin über hochsensible Kinder unterhalten. Ich finde es schrecklich, dass hochsensible Kinder in der Schule oft einfach als Verhaltensauffällig gelten, ihnen aus Unwissenheit unterstellt wird, dass sie ADS hätten und Medikamente dagegen bekommen und sie doch einfach nur hochsensibel sind und eine andere Art der Aufmerksamkeit brauchen!" Als ich ihm mitteilte, dass genau dieses Thema einen erheblichen Teil meiner Tätigkeit ausmache und ich derzeit z.B. eine Buchungsanfrage von einem Berufskolleg habe um die Lehrer aufzuklären, strahlte er mich einfach nur noch an. "Das ist unfassbar, ich hatte mich auf eine ganz normale Trainerstunde eingestellt und dann entwickelt sich das zu so etwas! Damit habe ich wirklich nicht gerechnet.", sagte er. Mir ging es genauso. Er selbst sei auch so ein Kind gewesen und galt daher immer als Außenseiter. Dazu käme, dass er aufgrund seiner Hautfarbe eh immer als "anders" gegolten habe, was dies noch verstärkt habe. Wir haben geredet und geredet und es ging natürlich überhaupt nicht mehr um mein Trainingsprogramm - aber das war völlig egal. Dieser Mensch war ein Energiequell ohnegleichen. Ich habe selten einen Menschen mit einer so unfassbar positiven Ausstrahlung getroffen. Ich war so dankbar, dass mein innerer Schweinehund an diesem Morgen nicht mächtig genug war und mein Gewissen gesiegt hatte. Keine Begegnung passiert zufällig.

"Es ist sehr wichtig, was du tust! Danke, dass du das machst." So beendete er das Gespräch.

 

Völlig beflügelt fuhr ich weiter zur Kletterhalle. Es sollte nicht schlechter werden. Die beiden Menschen, mit denen ich die nächsten 2 Stunden verbracht habe, waren zwar nicht so euphorisch wie mein Trainer, aber ebenfalls durch und durch freundlich. Mit keiner Faser habe ich auch nur den Ansatz einer negativen Energie gespürt. Ganz im Gegenteil. Auch sie zeigten mir, dass sie sich über meine Anwesenheit freuten. Ohne bisher an diesem Tag auch nur einen Happen feste Nahrung zu mir genommen zu haben, fuhr ich schließlich mit schmerzenden Armen und erschöpft aber glücklich zum Kindergarten. "Mama!", rief mein Sohn erfreut, als er mich sah und sprang mir strahlend in die Arme. (Aua!! Klettern ist echt mega anstrengend ;-) ). Aber der Schmerz war egal. Mein Herz war weit, ich war glücklich und erleichtert, dass ich, bis auf den noch folgenden Nachtdienst, alle Termine durchgezogen hatte. Mit einem Bärenhunger gingen wir nach Hause. Gemeinsam mit meinem Mann verbrachten wir einen ruhigen, schönen Nachmittag. Trotz des "Stresses" hatte ich an diesem Tag so viel Energie getankt, dass ich motiviert und wach in den Nachtdienst starten konnte.

Was für ein toller Tag. LMAA- Schweinehund! :-p

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Wie, mich gibt es gar nicht?!

ich bin echt sauer.

...und ich bin gerade mal wieder stark hochsensibel. Ich hochsensible quasi so vor mich hin. Deshalb bleibt mir auch keine andere Wahl, den Kurs im Fitness-Studio ausfallen zu lassen und stattdessen Seelenhygiene zu betreiben und zu schreiben. Ich bin sauer. Ich bin sauer darüber, dass es Menschen gibt, die sagen, dass es mich nicht gibt. Und dabei bin ich sehr. Ich bin sowas von!

"Hochsensibilität - nur ein Mythos?" :-o Nur ein WAS?! Was bildet ihr Flitzpiepen euch eigentlich ein, zu behaupten, dass es etwas nicht gibt, nur weil IHR es nicht seid? "Magersucht - nur ein Mythos?" Ich bin wahrlich nicht magersüchtig. Gibt es das dann überhaupt? Ich kann ja mal einen Artikel darüber schreiben und veröffentlichen. Oder "Reichtum! - Nur ein Mythos?"  Ich bin nicht reich (im wirtschaftlichen Sinne), dann kann es das ja gar nicht geben. .. Ach, ich könnte die Liste beliebig weiter spinnen.

Liebe Nicht-hochsensiblen Kritiker. Bitte, lasst uns EINEN Tag tauschen. Ich verspreche euch, ihr würdet NIE WIEDER auch nur ansatzweise diesen "Mythos" ein Frage stellen. Wie käme wohl jemand damit zurecht, plötzlich 1000 Dinge gleichzeitig wahrzunehmen? Ich weiß ja nicht, wie es ist, "normal"sensibel zu sein, aber ich stelle mir das ziemlich grau vor. Es wäre doch sehr langweilig, das laute Surren dieses Laptops nicht mehr zu bemerken. Und das Ticken der Uhr.  Und das Rauschen des Blutes im Ohr. ;-)

Würde ich mich leichter fühlen, die Schwere der Welt nicht mehr auf meinen Schultern zu spüren? Oder wäre es eher ein Gefühl der Leere?

Würde ich ebenfalls nervös mit den Fingernägeln aufeinander tippsen, weil ich Worte im Kopf habe, die irgendwie nicht in die Tastatur übergehen wollen? Wahrscheinlich nicht, denn ich würde diesen Text hier gar nicht schreiben.

Hochsensibilität - nur ein Mythos? Bilde ich mir das alles nur ein? HA! Ich könnte laut loslachen. :-) DAS ALLES EINBILDEN?! Also, wenn ich mir das alles nur einbilde, dann bin ich aber sehr kreativ. Und mein Innenleben ist ziemlich farbenfroh. Soll ich mal von meinem Traum letzte Nacht berichten? Besser nicht. Die normalsensible Welt, die es dann ja nur gebe, würde mich für verrückt halten. Ich sollte dann auch lieber nicht zugeben, dass ich bei der letzten Folge "Teenie Mütter" vor Rührung Rotz und Wasser geheult habe, als der 18 jährige seiner 16 jährigen Freudin einen überhaupt nicht romantischen Heiratsantrag gemacht hat. Und dass mir die Tränen kamen, als der 5 jährige fremde Junge kürzlich im Theater zwei Reihen vor uns bei einer dunklen Szene offenbar Angst bekam und bei seiner Mutter auf den Schoß wollte. "Warum weinst du?!" fragte man mich verwirrt. -"Weil der Junge da vorn Angst hat!", antwortete ich ganz selbstverständlich. Ist doch klar! Dann mussten wir lachen. :-) Ich glaube das nennt man Empathie.

Ach und wenn das kein Zeichen von Hochsensibilität ist, dass ich ständig "Vorahnungen" habe, die mir mein Bauch verrät, dann bin ich vielleicht ja doch eine Hexe! Uhh!

Und dass mich manchmal alle Menschen nerven und alles doof ist, egal, wie toll es ist.... und dass ich mich unter meine Bettdecke flüchte, um so wenig Reize wie möglich aufzunehmen, nach einem sehr sehr anstrengenden äääh... "Tag" um 09:00 Uhr morgens? Tja, euren Aussagen zufolge geht es allen Menschen so. Na wenn das so ist.

Liebe Kritiker, nennt es, wie ihr wollt. Ich kann Euch eines versichern:

Ich bin keine Einbildung. MICH GIBT ES.

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